Warum Pranayama?

Atemtechniken haben Einfluss auf unsere körperliche und geistige Verfassung.

Wir kennen die Wechselwirkung von körperlicher und geistiger Aktivität. Gedanken und Handlungen verändern das Atemmuster.

z.B. haben wir alle schon einmal erfahren, wie sich durch aufwühlende Gedanken (Prüfungsangst, 1. Rendevouz etc.) unser Atmen verändert (beschleunigt). Bei körperlichen Anstrengungen ist es ebenso.

Es ist logisch, dass wir umgekehrt durch die Art, wie wir atmen, Einfluss auf Körper und Geist nehmen können.

Normalerweise ist das Einatmen aktiv, das Ausatmen passiv. Beim Kriya-Yoga ist auch das Ausatmen aktiv.

Wirkungen der vertieften Atmung:

Es ist eine hervorragende Konzentrationsmethode: Zentrierung der Aufmerksamkeit

  • die bei vielen Menschen obligatorische Alltagshektik kann ausgeglichen werden. Wir erreichen innere Ruhe
  • durch die vertiefte, yogische Atmung nehmen wir mehr Sauerstoff auf, der Sauerstoffanteil im Blut wird erhöht, Zellen bleiben dadurch gesünder. Verbesserung der Gesundheit.
  • Wenn wir Probleme haben, können wir die rotierenden Gedanken oft nicht bremsen: mit Kriya-Yoga gelingt das leicht, wir bekommen wieder einen klareren Kopf.


Persönliche Erfahrungen

  • Das aktive Ein- und Ausatmen hat einen Massageeffekt auch für die inneren Organe. Durch die "Massage" des Darms kann es verdauungsfördernd wirken.
  • Wenn ich manchmal  zu Beginn einen verspannten Rücken oder sogar Rückenschmerzen habe, strengt das gerade Sitzen zunächst etwas an. Nach ca. 10 – 15 Minuten geht der Schmerz weg. Gleichzeitig bemerke ich, dass das Sitzen nicht mehr anstrengt. Es ist, als ob der Atem mich trägt und ich ganz von selbst gerade sitze.
  • Auch geistige „Verspannungen“ lassen nach.


Wir atmen oft sehr flach (nur 4% des 20% aufgen. Sauerstoff bleiben im Körper). Beim tiefen Atmen werden die unteren Lungenareale erreicht. Die Lungenkapazität, die wir beim normalen Atmen bei Weitem nicht ausnutzen, wird besser genutzt. Durch regelmässiges Praktizieren erhöhen wir die Lungenkapazität.

Sportler und Musiker wissen, welch machtvolle Wirkung bewusstes, gelenktes Atmen hat.

Der Körper ist wie ein Transformator, welcher Materie in Energie umwandelt und Energie so verändert und leitet, dass diese die körperlichen und geistigen Funktionen erhält. Beispiel: Essen/Verdauung.

Atmung:

Einatmen mit Zwerchfell /Muskulatur, Erweiterung des Brustkorbes. Bauch wölbt sich vor
Ausatmen passiv, wie gespannte Feder, die sich löst. Beim aktiven Ausatmen arbeiten wir mit den Bauchmuskeln, Bauch wird eingezogen, bis alle Luft raus ist.

Normalerweise, beim flachen Atmen, nehmen wir ca. 0,5 l Luft pro Atemzug auf, 20% Sauerstoff.

Beim tiefen Atmen können wir bis zu 3 l Luft mehr aufnehmen, also 3,5 l. Es liegt auf der Hand, dass wir durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr mehr Energie bekommen und eine bessere Blutreinigung erreichen.

Chakren 6 (7) Energiezentren im Körper, sich drehend vorzustellen.

Überhaupt hat man im alten Indien um die Dynamik aller Erscheinungsformen gewusst.
(Ein Schlüsselbuch, durch das ich begann, mich für die indischen/asiatischen Geisteswissenschaften zu interessieren, war TAO und PHYSIK des Nobelpreisträgers Fritjof Capra)

Feinstoffliche Nervenbahnen (Nadis) verlaufen durch die Chakren, zu den Organen/Sinnesorganen und in die Extremitäten. (Wir kennen dies auch aus der Chinesischen Medizin).

Das System der 72.000 Nadis ist eine Wissenschaft für sich. Hier seien nur die 3 Hauptnerven erwähnt, die im Wurzelchakra, am unteren Ende der Wirbelsäule, beginnen.: Ida, endet im rechten Nasenloch und hat auf die linke Gehirnhälfte Einfluss, Pingala endet im linken Nasenloch und hat auf die rechte Gehirnhälfte Einfluss. Die unterschiedl. Funktionen der beiden Gehirnhälften kennen wir.

Mudras, Handhaltungen bzw. Gesten

kennen wir alle aus unserem täglichen Leben. Sie drücken eine geistige Haltung aus und signalisieren diese. Sie übertragen auch Energie. (Hand schütteln, Tanzgesten)

Warum Mudras?

Mudras spielen bei den Übungen eine Rolle. Da die feinstofflichen Nerven, Energieträger, auch in den Fingerspitzen in Meridianen enden, können wir diese gezielt beeinflussen. Z.B. können wir das Zusammenfügen von Daumen und Zeigefinger, eine der bekanntesten Gesten, mit dem Zusammenfügen 2er Drähte vergleichen: ein bestimmter Energiekreislauf wird so geschlossen: hierbei z.B. fließt die Energie über die Lungen zum untersten Chakra (Dickdarm) und wieder zurück.

Eine Spannung wird erzeugt und aufrechterhalten. Wir kennen dies auch hier bei uns z.B. bei Tanzhaltungen, bei Sängern und Musikern, bei Sportlern: das ist kein Dekor, sondern dient dem Energiefluss.

Asana (aufrechte Haltung, gerade Wirbelsäule) ist  für den Atemfluss wichtig